Gelebtes Mittelalter e.V. Nachempfindung und Darstellung mittelalterlicher Kultur und Geschichte D-06493 Ballenstedt / Harz
Gelebtes Mittelalter e.V.Nachempfindung und Darstellung mittelalterlicher Kultur und GeschichteD-06493 Ballenstedt / Harz

17.09.-18.09.2016 in Isenbüttel

Mittelalterliches Seespektakel in 38550 Isenbüttel (bei Gifhorn) am Tankumsee

  •  "Gelebtes Mittelalter e.V." mit Feldlager
  • Spectaculum für Kinder
  • Kinderritterturnier und „gewaltfreie Knappen-Ausbildung“ mit Ritterschlag
  • Mitmachangebote für Kinder mit Handwerk, Geschicklichkeitsübungen, Spiele
  • Veranstalter: Mittelalterspass.de

 

Bericht der Jugendmitglieder:

Der Markt in Isenbüttel wird allen Mitlagernden wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Nicht nur dadurch dass wir uns am Freitagabend nachdem der Aufbau recht zügig vorangeschritten war, wir uns alle eine Currywurst gönnten, auch war unser Ludi leider Krankheitsbedingt nur geistig zugegen. Außerdem war es bereits absehbar dass der Markt sehr schön gelegen war, direkt an einem See, so hofften wir alle auf gutes Wetter um vielleicht ein oder zweimal schwimmen gehen zu können.
Diese Hoffnung wurde jedoch schon in der ersten Nacht zunichte gemacht. Denn schon am Abend fing es an zu Regnen und dies hielt bis zum Morgen vor.

Nach einem langem Abend bei dem wir alle unter dem Baldachin saßen und lange Musik hörten oder Gespräche führten gingen wir in unsere Zelte und hofften der Regen würde nachlassen. Dass dem nicht so war, erfuhren einige von uns schmerzlichst am nächsten Morgen. Besonders schlimm getroffen hatte es Rutgers Zelt in dem zusätzlich noch Ramina und Thorin nächtigten. Zwar war dass Zelt selbst trocken geblieben doch war dass Wasser von unten durch die Plane gedrungen und die eine oder andere Tasche hatte sich in der Nacht voll Wasser gesogen. Auch Matze hatte es hart getroffen, der am morgen einen ganzen See vor seinem Zelt stehen hatte.
Nachdem man sich zur allgemeinen Beschwerde unter dem Baldachin getroffen hatte und wir genug Trübsal geblasen hatten machte sich langsam das positive breit. So konnten wir uns auf ein lockeres Wochenende freuen. Da wir bei dem Wetter kaum mit Kindern rechneten, bauten wir trotzdem die Schwert und Schildmalerei so wie die Tjost auf um für einen Ausgleich zu sorgen.

Allerdings geschahen auf diesem Markt noch einige andere denkwürdige Momente. Beispielsweise lagerte Mark mit uns, ein guter Freund der Gruppe der sich nun entschieden hatte auch dem Verein beizutreten und einen Antrag an den Vorstand stellte. Mit ihm begrüßen wir einen weiteren Kämpfer, namens Sascha in unseren Reihen. Kämpfer gab es an diesem Wochenende übrigens einige in unserem Lager. So standen Robin, Dominik, Max, Mark, Matze, Sascha und Thorin in Rüstung bereit um für die GreifenRitter in die Schlacht am See zu ziehen bei der sich alle unsere Mitglieder mit Bravour schlugen und auch unsere eher unerfahren Kämpfer zeigten aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Und Graf von Schwarzburg vertrat unseren Ludi hervorragend.
Nach dem Kämpfen nutzt wir dann dass mittlerweile sonnige Wetter aus, entledigten uns unserer Rüstung und sprangen mit den restlichen Jugendlichen in den Tankumsee welcher uns eine willkommene Erfrischung war.

Am Samstag wurde Page Leo offiziell von Ritter Heinrich zum Knappen ernannt. Von nun an wird Leo im Dienst von Heinrich stehen. Dies und auch Leos Geburtstag feierten wir angemessen mit lustigen Würfelspielen bis spät in die Nacht. Irgendwann fielen aber auch wir in den Schlaf und ruhten uns für den nächsten Tag aus.
An diesem Wochenende konnten wir dann dank Matzes Anwesenheit neben der Schlacht am See wieder eines unserer berühmt-berüchtigten Mitmach-Märchen für dass Volk aufführen, dieses Wochenende war das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ an der Reihe. Nicht zu erwähnen ist dass wir dieses Stück mit angemessener Zensur spielten.
Auch bei den gemeinsamen Umzügen mit den anderen Lagern, konnten wir wieder mit einer großen Menge an Teilnehmern auftrumpfen und einen ordentlichen Eindruck auf die Besucher machen. Allen voran Graf v. Schwarzburg.

So verging der Markt und am Sonntag bauten wir gemeinsam dass Lager ab, beim verlassen des Geländes gab es hier und da noch ein paar Schwierigkeiten mit den Schranken aber auch dass schafften wir und konnten uns endlich auf den Heimweg begeben, weg von nassen Böden und einer Unmenge an Schnarken.

Geschrieben von: Thorin von Borch, Jungherr und Krieger

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